Die neue Wanne selbst eingebaut

Da steht sie nun das Prunkstück: die neue Badewanne für das heimische Bad. Doch bevor das erste Mal im Wasser geplanscht werden kann, steht noch ein bisschen Arbeit an. Wir helfen Ihnen dabei!
Natürlich sollten Sie als allererstes den Hauptwasserhahn im Haus schließen, dann kann die eventuelle Demontage einer alten Wanne und der Aufbau einer neuen Wanne losgehen. Legen Sie sich am Besten eine Skizze mit allen Maßen an. Es ist wichtig die verschiedenen Höhen und Tiefen präzise auszumessen. Als erster Teil des Aufbaus wird die komplette Ablaufgarnitur montiert, inkl. Überlauf und Ablaufsieb. Dann können Sie die Wanne im Raum aufstellen, in dem Sie das Trägergestell anbringen. Natürlich muss der Untergrund eben und sauber sein. Die Außenwulst des Wannenrandes bekleben Sie nun auf den Wandseiten mit Wannenprofilband. Das unterbricht die Schallbrücke zu den Wänden. Metallwannen sollten nun von einem Elektriker geerdet werden. Anschließend füllen Sie die Wanne mit etwas Wasser, und justieren die Wannenfüße in der Höhe mit Hilfe einer Wasserwaage. Nun gilt es den Wannenablauf zu installieren. Dazu verbinden Sie den Abfluss mittels HT-Rohren mit dem nächsten Fallrohr. Ein Gefälle von 2cm pro Meter sollte dabei nicht unterschritten werden. Lassen Sie danach Wasser laufen, um die Dichtigkeit zu überprüfen.
Ist alles okay, werden die Füße der Wanne nun mit Fertigmörtel auf dem Boden fixiert. Bevor es weiter geht, sollte der Mörtel komplett aushärten.
Um das Wannensystem vollständig zu machen, fehlt nun noch die Armatur. S-Anschlüsse werden dazu in die Wandscheiben eingeschraubt. Verdrehen Sie die Anschlüsse soweit, dass der Abstand zwischen den Gewinden dem „Stichmaß“ der Armatur entspricht. In der Regel sind dies 155 mm. Jetzt kann die Armatur auf die Anschlüsse geschraubt werden. Verwenden Sie eine Armaturzange mit Schonbacken. So werden die Chromoberflächen der Armatur nicht beschädigt. Zuletzt muss noch der Wannenauslauf und die Handbrause angeschlossen werden. Die meisten Wannen werden nun noch verkleidet. Gipskarton oder Porenbetonelemente dienen als Wannenummauerung. Diese kann anschließend unter Berücksichtigung einer Revionsöffnung verfliest werden

Ein neuer Fassadenanstrich für das Haus

Wer kennt das nicht, aus dem strahlenden Weiß der Hausfassade ist über die Jahre ein tristes und dreckiges Grau geworden. Wind, Wetter und die Luftverschmutzung haben dem Putz im laufe der Zeit ordentlich zugesetzt. Zeit also für einen neuen Fassadenanstrich!
Alles erstes sollten Sie testen, um welche Art von Fassade es sich bei Ihnen handelt. Bevor Sie beginnen sollten Sie sich vergewissern, dass die Fassade trag- und streichfähig ist. Die Wände sollten trocken sein. Wir empfehlen Ihnen zunächst, die Fassade zu reinigen. Mit einem Besen oder einer Bürste sollte Staub und Dreck entfernt werden. Bei tieferen Verunreinigen kann auch ein Hochdruckreiniger hilfreich sein. Doch seien Sie hiermit besonders vorsichtig, die Fassade könnte auch beschädigt werden. Auch Pflanzen wie Algen und Moos sollten möglichst vollständig entfernt werden. Wenn möglich mechanisch durch einfaches Abbürsten, wenn nötig aber auch mit geeigneten Mitteln.
Anschließend gilt es, Löcher, Flecken und Risse restlos zu beseitigen bzw. auszubessern.
Vor dem ersten Anstrich sollte nun noch die Saugfähigkeit überprüft werden. Das können Sie mit einem nassen Schwamm einfach erledigen. Zieht das Wasser ein, müssen Sie zunächst einen Grundierungsanstrich vornehmen. Die Grundierung wird meist mit einem Flächenpinsel oder Quast aufgetragen.
Nun folgt der eigentlich Anstrich. Beginnen Sie mit den Ecken und Winkeln der Fassade. Absätze und architektonische Details können auch farblich anders gestaltet werden, um schöne optische Akzente zu setzen. In der Regel wird eine Fassade mehrmals gestrichen. Bei Vor- und Zwischenanstrich verwenden Sie Fassadenfarbe, die mit 5 – 15% Wasser verdünnt ist. An dieser Stelle können eventuell auch Fungizide oder Algizide beigemischt werden. Beim Endanstrich kommt die Fassadenfarbe dann unverdünnt zum Einsatz. Streichen Sie erst längs, dann quer, dann noch einmal längs. Die einzelnen Bahnen rollen Sie am Besten Nass in Nass, so wird die höchste Deckkraft erzielt.
Achten Sie darauf, nicht in direkter Sonneneinstrahlung zu streichen und oftmals geht das Streichen von einem Gerüst deutlich leichter von der Hand als von einer hohen Leichter.

Alte Oberflächen mit bewährten Mitteln auffrischen

Da alte Möbel nun einmal alt sind, müssen wir manchmal ein wenig nachhelfen, damit ihre ehrwürdige Schönheit richtig zur Geltung kommt. Die Mittel, die dafür in Frage kommen, sind vielfältig. Am besten werden Sie vermutlich bei einem Antiquitätenhändler beraten, der Ihnen auch wirksame Mittel und Werkzeuge besorgen kann. Aber auch in gut sortierten Fachgeschäften, finden Sie, was Sie brauchen, um in die Jahre gekommene Möbel wieder aufzufrischen. Sie können zwischen verschiedenen Patinierlacken und Auffrischern wählen, aber auch auch einfaches Bimssteinpulver kann Wunder wirken.
Achten Sie bei der Verwendung dieser Mittel unbedingt auf die Angaben und Bedienungsanweisungen der Hersteller und haben Sie Geduld beim Einhalten der Trockenzeiten. Ganz grundsätzlich ist es nützlich zu wissen, dass Bimsmehl sich gut zum Mattieren eignet, indem man es mit einem Pinsel aufträgt. Tragen Sie nach der Grundierung ein Patinierspray auf, ehe Sie zu polieren beginnen, lässt sich ein antiker Touch erreichen. Zum Polieren setzen Sie am besten selbst eine Politur an, indem sie Blätterschelllack zur Hand nehmen und diesen in Spiritus über Nacht einwirken lassen. Möchten Sie lediglich eine fleckige Schellack-Oberfläche etwas auffrischen, so gelingt dies am besten mit einen „French-Polish-Reviver”
Was die Werkzeuge angeht, so müssen Sie nicht viel investieren. Das wichtigste Werkzeug, den Polierballen können Sie sogar selber machen. Nehmen die ein weiches Baumwolltuch oder etwas Leinenstoff zur Hand, das bzw. der mit Baumwollfäden gefüllt wird. Knüllen Sie die Fäden zu einen dicken Bausch zusammen, der gut in Ihre Hand passt. Schlagen Sie anschließend das Tuch um den Bausch und ziehen Sie es so fest, dass die untere Fläche ganz glatt ist und keine Falten mehr entstehen. Wenn dieser Zustand erreicht ist, nehmen Sie einen dicken Faden und schnüren den Ballen zusammen.
Mit diesem Werkzeug kann es dann losgehen. Tränken Sie den Ballen in Ihrer Politur, damit die Fäden die Flüssigkeit gut aufnehmen. Drücken Sie den Ballen an einem Hilfsgegenstand aus und beginnen Sie nun mit dem Polieren. Zunächst brauchen Sie wenig Druck und reiben zügig auf und ab. Die zweite Schicht geschieht etwas anders: Beginnen Sie an der Seite und bewegen Sie sich in kreisenden Bewegungen. Es empfiehlt sich stets an der Seite und nicht in der Mitte anzufangen, da sonst Flecken entstehen können. Wieder lassen Sie die Schicht gut trocken und polieren die Fläche abschließend mit einen (neuen) Ballen, der in Spiritus getränkt ist (seien Sie ruhig sparsam).

Lackieren beschädigter Holzoberflächen

Es muss nicht immer etwas neues sein. Nur weil eine Macke oder ein kleiner Schade im Holz ist, braucht man nicht sofort ein neues Möbelstück. Häufig werden allerdings Erneuerungen von schadhaften Anstrichen zu lange hinaus geschoben oder nicht ordentlich repariert sondern nur mit Spachtel oder einem neuen Anstrich verdeckt. Eine Reparatur im Anstrich hält nur auf lange Sicht und sieht ordentlich aus, wenn sie handwerklich korrekt durchgeführt wird. Probleme wir Bläschenbildung oder das Abblättern des Lacks lassen sich dann vermeiden.

Ein einwandfreier Anstrich hängt von zahlreichen Arbeitsschritten ab, die nacheinander ohne einen auszulassen, durchgeführt werden müssen:

1. Die Vorbereitung
2. Der Grundanstrich
3. Der Voranstrich und der Zwischenschliff
4. Die Lackierung.


1. Die Vorbereitung

Zuerst einmal müssen ganz am Anfang des Vorgangs die losen alten Reste des Anstrichs entfernt werde. Dies funktioniert am Besten mit einem grobkörnigen Schleifpapier oder auch mit einem Spachtel. Aber Vorsichtig! Danach müssen die Flächen mit einem so genannten Universal-Verdünner von Schleifstaub, Lackpartikeln und anderem Schmutz befreit werden. Abgeschlossen wird dieser Schritt durch das erneute Bearbeiten und Entstauben des Holzes durch ein so genanntes 120er Schleifpapier.

2. Der Grundanstrich
Die Oberfläche des zu bearbeitenden Möbelstücks wird dann mit einer Farbe leicht grundiert. Achtung, hierbei handelt es sich erst um einen Vorstrich, weshalb gut verdünnte Farbe verwendet werden sollte. Die Vorstreichfarbe muss dann gut trocknen. Jetzt noch vorhandene Risse sowie Unebenheiten können mit einer Masse aus Lack und Spachtel ausgeglichen werden. Wenn alles getrocknet ist muss die zu behandelnde Fläche erneut mit Schleifpapier bearbeitet werden. Diesmal wird ein 180er Papier verwendet. Damit wird die Fläche gründlich abgeschliffen und entstaubt.

3. Der Voranstrich und der Zwischenschliff
Bevor nun die Lackierung aufgetragen wird, bekommt das Holzstück einen Voranstrich. Nach dem Abtrocknen sind letzte kleine Unebenheiten noch mit einem 360er Schleifpapier zu beseitigen. Je höher die Nummer der Bezeichnung des Schleifpapiers desto feiner ist es. Die Oberflächen werden leicht aufgeraut und entstaubt. So hält später der Lack besser. Es ist allerdings sehr wichtig, den Schleifstaub gründlich und komplett zu entfernen. Dies ist durch abwischen und ausbürsten möglich.

4. Die Lackierung
Der letzte Schritt zur perfekten und ordentlichen Ausbesserung von Lackerneuerungen ist die Lackierung. Ganz abhängig vom Verwendungszweck und vom Untergrund kann das Möbelstück ein- oder auch zweimal mit Acryllack, High Solid Lack oder Kunstharzlack gestrichen werden. Jeder Zwischenanstrich muss immer gut durchtrocknen und wird nach dem Trocknen feinst angeschliffen, bevor der nächste Anstrich erfolgen kann. Dies garantiert dass kein Abblättern stattfindet. Der Lack darf nicht zu dick aufgetragen werden, denn sonst härtet er schlecht oder gar nicht aus. Es gilt die Devise: Besser viele dünne Schichten als eine dicke.

Anstreichen mit Roller, Pinsel und Farbkissen

Die Auswahl an Werkzeugen und Zubehör zum Malen, Lackieren und Streichen ist sehr groß. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie die richtige Ausrüstung für das jeweilige Anstrichmittel und den Untergrund wählen. Auch Roller, Pinsel und Streichkissen sollten qualitativ hochwertig sein. Gute Pinsel haben eine ausreichende Borstenlänge und sind nicht stoppelig. Der Kauf von hochwertigem Profigerät lohnt sich jedoch nur, wenn ein ganzes Haus komplett renoviert wird.

Bei den Streichwerkzeugen steht der Farbroller mit seinen verschiedenen Belägen für beinahe sämtliche Zwecke an erster Stelle, weil die Arbeit mit ihm deutlich schneller geht. Die Roller ergeben aber eine fleckigere Oberfläche als Pinsel. Insbesondere Schaumstoff-Roller sind zum Erreichen von sehr glatten Oberflächen nicht geeignet.

Mit dem Streichkissen große Flächen streichen

Auch Streichkissen eignen sich gut zum Streichen größerer Flächen. Im Handel werden sie aus Mohair auf Schaumstoffuntergrund oder Schaumstoff in unterschiedlichen Größen angeboten. Die kleineren Kissen sind zum präzisen Streichen von Kanten, Zierprofilen und Fenstersprossen ideal. Mit den Spezialkissen wird eine glatte Oberfläche erzeugt, der Farbauftrag ist allerdings dünner als bei den Rollern.

Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, ist zunächst der Untergrund entsprechend vor zu bereiten, er muss frei von Fett, Rost, Schmutz und Feuchtigkeit sein. Der Rand des ungeöffneten Farbbehälters ist mit einem Tuch ab zu wischen, um Schmutz und Staub zu beseitigen, der in die Farbe fallen könnte. Danach wird der Deckel ringsum vorsichtig hoch gehebelt, bis Sie ihn abheben können. Die Farbe in einer achtförmigen Rührbewegung gut durch rühren und etwas davon in eine saubere Farbwanne oder einen Farbeimer umgießen. Die sind leichter zu handhaben als ein voller Farbeimer.

Nach dem Anstreichen

Arbeitsgeräte und Behälter sollten Sie so frühzeitig von Farbresten säubern, dass diese gar nicht erst antrocknen können. Farbroller und Pinsel ziehen Sie über einige Lagen Zeitungspapier, um überschüssige Farbe zu entfernen. Die Reinigung der Arbeitsgeräte ist, falls Sie wasserlösliche Farbe verwendet haben, einfach. Dispersionsfarbe können Sie problemlos unter fließendem Wasser ausspülen.

Tapezieren leicht gemacht

Irgendwann ist es einfach so weit und eine Tapete will sich einfach kein weiteres mal mehr streichen lassen. Aufmüpfig rollt sie sich auf oder fällt gar ganz von der Wand. Spätestens dann wissen sie: Es ist Zeit zu Tapezieren.
Während manche es kaum erwarten können, sich als Tapezier-Meister hervor zu tun, empfinden andere schon beim Gedanken und lange Tapetenbahnen, die verknicken und einreißen, schon den blanken Horror. Dabei muss das nun wirklich nicht sein, hält man sich ab ein paar simple Grundregeln, ist Tapezieren kinderleicht.
Schritt 1: Suchen Sie sich eine Tapete aus. Auch wenn es verlockend ist, kaufen Sie nicht die billigste, damit tun Sie sich sicher keinen Gefallen. Überlegen Sie sich genau, ob es wirklich eine Tapete mit Muster sein soll, denn die genaue Anpassung der Übergänge von Bahn zu Bahn kann für Anfänger zur Zerreißprobe werden. Immer gut beraten sind Sie mit Rauhfaser-Tapeten.
Schritt 2: Errechnen Sie sich Ihren Bedarf. Machen Sie nicht den Fehler, sich zum Tapetenkauf aufzumachen, ohne sich Gedanken gemacht zu haben, wie viel Tapete Sie eigentlich brauchen. Messen Sie alle Höhen, Längen und Breiten des zu tapezierenden Zimmers und rechnen Sie aus, was Sie brauchen. Wenn es sich um Ihren ersten Tapezier-Versuch handelt, seien Sie im Zweifelsfall eher großzügig.
Schritt 3: Sorgen Sie für das richtige Werkzeug. Nichts ist frustrierender als mit schlechten oder falschen Werkzeugen zu heimwerkeln. Unverzichtbar zum Tapezieren sind: eine Tapezierschere, ein Tapeziertisch, eine Kleiderbürste, ein Kunststoffeimer, eine Tapezierbüste und -walze sowie ein Nahtroller. Um im Vorfeld alles richtig abmessen und ausrechnen zu können, brauchen Sie einen Zollstock oder ein Bandmaß, einen Taschenrechner und natürlich etwas zu schreiben. Auch Wasserwaage und Lot dürfen nicht fehlen. Unabdingbar ist außer der richtigen Tapete natürlich auch ein für die Tapete geeigneter Kleister. Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten, ein ungeeigneter Kleister kann Ihnen viel unnötigen Ärger bescheren.
Schritt 4: Bereiten Sie die Wände vor. Es ist unheimlich wichtig, dass Sie, bevor Sie mit dem Tapezieren loslegen, prüfen, ob der Untergrund trocken, sauber, glatt und saugfähig ist. Prüfen Sie nach dem Entfernen aller Unebenheiten und Tapetenreste, ob die Wand saugfähig ist, indem Sie einen Tropfen Wasser auftragen. Perlt das Wasser ab, ist die Wand nicht saugfähig genug. Ist das der Fall, besorgen Sie sich im Baumarkt eine Rollenmakulatur und behandelt die Wand damit. Verschwindet der Tropfen sofort und färbt die Wand dunkel, ist diese zu saugfähig, in diesem Fall müssen Sie die Wände vorkleistern.
Schritt 5: Tapezieren! Als erstes müssen Sie natürlich die Tapeten zuschneiden. Schneiden Sie die Tapete auf keinen Fall genau auf die Länge der Wand, sondern addieren Sie auf beiden Seiten großzügig ein paar Zentimeter hinzu. Am besten lassen Sie sich eine Bahn als ‘Muster’, so dass Sie nicht jede Bahn aufs Neue ausmessen müssen. Rollen Sie die Tapete mit der Hinterseite nach oben auf ihrem Tapeziertisch aus. Nachdem Sie ihren Kleister angerührt haben (lieber erstmal zu dick als zu dünn!) streichen Sie die Tapete gleichmäßig ein. Achten Sie darauf, dass auch die Ränder genug Kleister abbekommen. Sollte die trockene Tapete sich zu stark aufrollen, legen Sie eine Münze oder ähnliches auf die Enden. Nach dem Einkleistern muss die Tapete zusammengelegt werden und 10-15 Minuten einwirken. Klappen Sie dazu die mit Kleister bestrichenen Seiten aufeinander. Nach der Einwirkzeit kann es losgehen. Streichen Sie nun auch die Wand mit verdünntem Kleister an (dadurch können Sie die Bahnen später leicht verschieben) und zeichnen Sie mit Hilfe des Lots eine dünne senkrechte Linie an die Wand, die Ihnen als Anhaltspunkt für die Tapetenbahn dienen soll. Lassen Sie oben einige Zentimeter überstehen, diese werden anschließen an der Decke festgeklebt. Streichen Sie die Bahn langsam glatt und achten Sie darauf, dass Sie genau mit der angezeichneten Liene übereinstimmt. Ist das nicht der Fall können Sie leicht nachbessern, so lange der Kleister nicht nicht getrocknet ist. Haben Sie die richtige Position gefunden, streichen Sie kräftig mit der Tapezierbürste nach. Schneiden Sie nun vorsichtig die Überstände der Tapete am Boden und an der Wand ab, so dass sie Tapete bündig abschließt. Nehmen Sie sich für Ihre erste Bahn etwas Zeit, sie ist wichtig, da sie als Orientierungspunkt für die folgenden Bahnen dient. Luftbläschen können Sie leicht nach außen ‘rausbürsten’. Ist eine Luftblase gefangen, machen Sie einen kleinen Schnitt und streichen die Tapete danach wieder glatt.
Haben Sie diese Bürde genommen, geht eigentlich alles ganz leicht. Natürlich stehen Ihnen noch einige Problemzonen, wie Fenster und Kanten bevor, aber auch diese werden Sie mit etwas Geduld und der beschriebenen Methode sicher leicht meistern!

Wie man richtig Außenfliesen verlegt

Wer seine Terrasse oder eine Treppe im Außenbereich mit Fliesen verkleiden will muss einige Dinge beachten. Durch die teilweisen strengen Winter müssen spezielle Materialien zum verlegen der Fliesen verwendet werden. Da sich Feuchtigkeit beim gefrieren ausdehnt, könnte es passieren, dass die Fliesen von unten her aufplatzen und erneuert werden müssten. Daher muss die zu fliesende Fläche auch frei von Feuchtigkeit sein. Stellen Sie ebenfalls sicher, dass keine Feuchtigkeit von unten durch den Boden aufsteigen kann. In diesem Falle müsste der Boden zunächst konserviert werden. Benutzen Sie für den Außenbereich außerdem nur frostsichere Fliesen, Fliesenkleber und Fugenmaterial. Kaufen Sie immer etwas mehr an Fliesen als Sie eigentlich benötigen, da je nach Anzahl der Winkel und Ecken mit etwa 5 – 10% Verschnitt zu rechnen ist.

Reinigen Sie zunächst die Fläche von losen Teilen und schließen Sie eventuelle Risse mit einem speziellen Mörtel ab. Die Fläche sollte im Idealfall ein Gefälle von etwa 1,5 – 2 % aufweisen, um zu sicherzustellen, dass Regenwasser ungehindert ablaufen kann. Der Fliesenkleber wird mit Wasser angerührt und muss gründlich durchmengt werden um die Bildung von Klumpen zu vermeiden. Anschließend wird der Kleber, mit einem Fugenspachtel, nicht zu dünn auf den Boden aufgetragen. Tragen Sie auch auf die eigentliche Fliese etwas Kleber auf um die Bildung von Hohlräumen unter der Fliese zu verhindern. Bilden sich Hohlräume kann es passieren, dass sich in Ihnen Wasser ansammelt oder die Fliese unter zu hoher Belastung zusammenbricht. Setzen Sie so eine Fliese an die andere und achten Sie auf eine einheitliche Fugenbreite, welche Sie mit Hilfe von Fugenkreuzen leicht einhalten können. Bearbeiten Sie nie eine zu große Fläche, da sonst der Kleber zu schnell austrocknen könnte. Achten Sie auch auf Dehnungsfugen im Boden, da diese auf jeden Fall übernommen werden müssen. Sollten Sie eine Treppe fliesen wollen, so informieren Sie eich über spezielle Treppenfliesen. Diese besitzen an der Vorderseite abgerundete und etwas überstehende Kanten. Benutzen sie zum schneiden der Fliesen nur einen geeignetes Fliesenschneidegerät. Wenn Sie Sockelfliesen ankleben wollen, achten Sie darauf, dass die Sockelfliesen keinen direkten Kontakt zu den Bodenfliesen haben. Der Abstand sollte in etwa dem einer normalen Fugenbreite entsprechen und kann am besten mit den Fliesenkreuzen gemessen werden. Nachdem der Fliesenkleber getrocknet ist, kann die Fläche vorsichtig betreten werden. Da die Fugen allerdings noch offen sind, sind die Fliesen besonders an den Kanten noch sehr empfindlich. Vor dem Verfugen sollten Sie die Fugen säubern indem Sie mit einem Staubsauger lose Reste entfernen und überschüssiges Material mit einem Holzklotz lösen. Die angerührte Fugenmasse kann dann gleichmäßig auf der Fläche verteilt werden. Hierzu bietet sich ein Gummiwischer an. Achten Sie auch darauf, dass Sie immer diagonal über wie Fliesen wischen um eine unschöne Kantenbildung in den Fugen zu vermeiden. Die überschüssige Fugenmasse kann zunächst mit einem Rakel abgezogen werden, und anschließend nachdem die Fugen angetrocknet sind, mit einem feuchten schwamm entfernt werden. Für die Dehnungsfugen sind spezielle Schaustoffpolster verfügbar, welche zunächst in die Fuge gedrückt, und anschließend mit einem Silikonüberzug versiegelt werden. Auch die Ecken und Abschlussfugen an den Wänden müssen mit dauerelastischem Silikon versiegelt werden.

Schimmel vermeiden und beseitigen

Schwarze Flecken auf Fugen, an Wänden oder sogar an Möbeln sind ein untrügliches Zeichen: hier hat sich Schimmel breit gemacht. Dabei geht von Schimmel in der Wohnung eine ernsthafte Gesundheitsgefahr aus. Die Pilzsporen verteilen sich in der Raumluft und werden so eingeatmet. Das kann allergische Reaktionen und Atemnot hervorrufen, langfristig kann auch die Lunge Schaden nehmen.
Daher ist es wichtig, entstandenen Schimmel direkt zu entfernen, solange es noch mit wenig Aufwand machbar ist. Kleine Schimmelstellen, wie sie häufig im Bad vorkommen, lassen sich selbst beseitigen. Die befallene Stelle sollte zunächst gründlich gereinigt werden, anschließend ist sie mit einem Anti-Schimmelmittel zubehandeln, um die Schimmelsporen abzutöten. Generell hängt die Vorgehensweise sehr von den befallenen Materialien und dem Alter des Schimmels ab. Schon bei etwas größeren befallenen Flächen sollte unbedingt auf eine gute Belüftung oder sogar Atemschutzmaßnahmen geachtet werden, denn beim Entfernen des Schimmels kann leicht eine hohe Sporenmenge in die Luft gelangen. Handelt es sich um einen großflächigen oder alten Schimmel, sollte professionelle Expertenhilfe hinzugezogen werden. Nur so kann neben der fachgerechten Schimmelbeseitigung auch der Ursache auf den Grund gegangen werden.
Ist der Schimmel durch bauliche Mängel entstanden, sollten Sie diese Beseitigen lassen. Wichtigster Grund für Schimmelpilzbefall ist jedoch immer noch ein zu feuchtes Raumklima. Konsequentes und richtiges Lüften ist daher wichtig. Besonders durch Kochen, Wäschetrocknen und Duschen bzw. Baden gelangen beträchtliche Mengen an Wasserdampf in die Raumluft. Ziel des Lüftens ist daher, die erhöhte Luftfeuchtigkeit wieder abzuführen. Grundsätzlich gilt: kurzes Lüften mit ganz geöffnetem Fenster, das so genannte Stoßlüften, führt zu einem Austausch der Raumluft bereits in wenigen Minuten, wohingegen der gleiche Effekt mit gekipptem Fenster bis zu einer Stunde dauern kann. Durch längeres Lüften können allerdings Möbel und bestimmte Wandbereiche (vorallem oberhalb des Fensters) übermäßig stark auskühlen, was sich wiederum negativ auf das Raumklima und die Schimmelbildung auswirkt. Zudem dauert so das anschließende Aufheizen deutlich länger. Insgesamt sollte 3 bis 4 mal am Tag kurz gelüftet werden, am Morgen etwas länger. Nach dem Kochen oder Baden sollten der freigesetzte Wasserdampf direkt entlüftet werden. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 55-60 Prozent. Im Handel sind sehr günstige Messgeräte zur einfachen Überprüfung erhältlich.

Das richtige Licht für jeden Zweck

Was darf es sein? Glühbirne, Halogenlampe, LED, Neonröhre oder Energiesparleuchte? Wo früher selbstverständlich die Glühbirne zum Einsatz kam, erwartet den Verbraucher heute ein ungleich größeres und unübersichtliches Angebot an Leuchtmittel, Sockeln und Leuchtstärken. Der Vorteil: für unsere immer individueller gestalteten Wohnräume mit vielfältigen Beleuchtungssituationen, gibt es jeweils das optimale Leuchtmittel.
Wichtig bei der Wahl des richtigen Leuchtmittels, ist immer der vorgesehen Verwendungszweck.
Die klassische Glühbirne bzw. Glühlampe ist in vielen Haushalten immer noch weit verbreitet. Doch nach dem Willen der Europäischen Union sollen die beliebten Leuchten nach und nach vom Markt verschwinden. Die 100-Watt-Variante darf bereits nicht mehr hergestellt werden. Das warme Licht schätzen viele Menschen sehr. Doch lassen sich Glühlampen heute in nahezu jeder Situation ohne Nachteile durch Halogenlampen ersetzen. Diese gibt es in Glühlampenform zu kaufen, so dass ein Austausch direkt möglich ist. Halogenlampen haben jedoch eine höhere Lichtausbeute pro Watt und in der Regel mindestens eine doppelt so hohe Lebenserwartung. Ihr Geldbeutel wird sich freuen. Das Licht einer Halogenlampen ist klarer und brillanter als das Licht einer Glühbirne, es lässt sich daher noch besser zur stimmungsvollen Beleuchtung im Wohnraum einsetzen. Ein weiteres Einsatzgebiet von Halogenlampen, meist in Form von Spotlampen, ist im Bad, denn auch hier sorgen sie für brillantes, klares Licht, das etwas weißer ist als das der Glühbirne.
In Räumen, in denen es auf die Brillanz des Lichtes weniger ankommt, die dortigen Leuchten aber umso dauerhafter im Einsatz sind, sollten sie über die Verwendung von Energiesparleuchten nachdenken. Wenn von Energiesparleuchten die Rede ist, sind zumeist Kompaktleuchtstofflampen gemeint. Jedoch werden auch mittlerweile auch LED-Leuchten zu den Energiesparleuchten gezählt, die noch energieeffizienter sind. Auch Neonröhren, eigentlich Leuchtstoffröhren, zählen zu dieser Kategorie. Flur und Küche sind prädestinierte Einsatzgebiete für Energiesparlampen. Die Lebensdauer beträgt ein Vielfaches der normalen Glühlampe. Lichtausbeute und Energieverbrauch sind dafür deutlich höher. Energiesparlampen gibt es für alle gängigen Lampenfassungen, in unterschiedlichen Größen und Farbvarianten. Modelle mit Glühlampen-ähnlichem Licht sind genauso erhältlich, wie Lampen mit Tageslichtcharakter. Gute Energiesparlampen weisen heute bereits sehr kurze Einschaltzeiten auf. Das minutenlange Warten auf eine brauchbare Helligkeit gehört der Vergangenheit an. In Bereichen, in den Leuten nur immer sehr kurz in Betrieb sind, eignen sich Energiesparlampen mit Ausnahme der LEDs nur eingeschränkt, sinkt durch häufiges Ein-/Ausschalten die Lebensdauer von Kompaktleuchtstofflampen und Leuchtstoffröhren doch auf ein unwirtschaftliches Niveau. Hier sind Halogenlampen oder die derzeit noch teueren LED-Lampen die bessere Alternative.

Laminat verlegen im Wohnraum

Besonders in Wohnräumen ist Laminat eine beliebte und schöne Alternative zu Teppichböden. Baumärkte oder der Holzfachhandel bieten den Bodenbelag heute in verschiedensten Varianten an. Die Preise reichen dabei von unter 5 Euro pro Quadratmeter bis weit über 10 Euro/m². Die feste Oberfläche und die leichte Verlegung auf fast jedem Untergrund machen es zum perfekten Material zum Selbstverlegen.
Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, sollten Sie zu Hause den Raum gründlich vermessen und so den Materialbedarf an Laminat und Trittschalldämmung berechnen. Zur Grundfläche des Raumes sollten noch etwas 10% für den Verschnitt hinzu addiert werden.
Nach dem Kauf des Laminatbodens sollten die noch verschlossenen Pakete rund 48 Stunden in dem Raum gelagert werden, in dem sie auch verlegt werden sollen. Im Folgenden wird die Verlegung von so genanntem „Klick-Laminat“ beschrieben. Die früher übliche Verwendung von Leim als Bindemittel ist zugunsten des Nut/Feder-Klicksystems nahezu komplett vom Markt verschwunden.
Los geht es mit dem Verlegen der Trittschalldämmung. Die Folie wird im Raum flächig ausgelegt. Einige Laminatbodenhersteller bieten mittlerweile auch Paneele mit integrierter Trittschalldämmung an. Mit dem eigentlichen Laminatverlegen beginnt man am Besten in einer linken Ecke des Raumes. Die erste Reihe sollte mit der Nutseite zur Wand verlegt werden. Mit Abstandhaltern sollten Sie für eine 8 – 10 mm breite Dehnfuge zu den Wänden sorgen. Die nächsten Bretter werden schräg von oben an das erste Paneel angesetzt und dann nach unten heran gedrückt. Das letzte Paneel der Reihe wird auf die erforderliche Länge gebracht und anschließend eingepasst. Mit dem Reststück beginnen Sie nächste Reihe, so entsteht der typische Versatz im Muster. Das Reststück sollte idealerweise nicht zu kurz sein, andernfalls ist die erforderliche Festigkeit nicht gegeben und auch optisch bildet sich kein schöner Versatz zwischen den Reihen. Durch leichtes Klopfen mit Hammer und Schlagklotz können Sie die Paneele zusammenfügen, sollten dies durch bloßes Schieben nicht möglich sein. Nach dem Verlegen von etwa drei Reihen können Sie die gesamte Fläche nochmals mit Spanngurten zusammen ziehen, sofern noch Fugen zwischen den Paneelen zu sehen sind. Bei den weiteren Reihen gehen Sie genauso vor. Um die letzte Paneelreihe auf die erforderliche Breite zu bringen, legen Sie das zu verlegende Paneel exakt auf die vorletzte Reihe. Ein weiteres Paneel legen Sie mit der Feder zur Wand und benutzen es als Lineal. Anhand der Markierung können Sie die letzte Reihe nun zuschneiden. Fertig ist Ihr Laminatfußboden, er ist sofort begehbar.