Alte Oberflächen mit bewährten Mitteln auffrischen

Da alte Möbel nun einmal alt sind, müssen wir manchmal ein wenig nachhelfen, damit ihre ehrwürdige Schönheit richtig zur Geltung kommt. Die Mittel, die dafür in Frage kommen, sind vielfältig. Am besten werden Sie vermutlich bei einem Antiquitätenhändler beraten, der Ihnen auch wirksame Mittel und Werkzeuge besorgen kann. Aber auch in gut sortierten Fachgeschäften, finden Sie, was Sie brauchen, um in die Jahre gekommene Möbel wieder aufzufrischen. Sie können zwischen verschiedenen Patinierlacken und Auffrischern wählen, aber auch auch einfaches Bimssteinpulver kann Wunder wirken.
Achten Sie bei der Verwendung dieser Mittel unbedingt auf die Angaben und Bedienungsanweisungen der Hersteller und haben Sie Geduld beim Einhalten der Trockenzeiten. Ganz grundsätzlich ist es nützlich zu wissen, dass Bimsmehl sich gut zum Mattieren eignet, indem man es mit einem Pinsel aufträgt. Tragen Sie nach der Grundierung ein Patinierspray auf, ehe Sie zu polieren beginnen, lässt sich ein antiker Touch erreichen. Zum Polieren setzen Sie am besten selbst eine Politur an, indem sie Blätterschelllack zur Hand nehmen und diesen in Spiritus über Nacht einwirken lassen. Möchten Sie lediglich eine fleckige Schellack-Oberfläche etwas auffrischen, so gelingt dies am besten mit einen „French-Polish-Reviver”
Was die Werkzeuge angeht, so müssen Sie nicht viel investieren. Das wichtigste Werkzeug, den Polierballen können Sie sogar selber machen. Nehmen die ein weiches Baumwolltuch oder etwas Leinenstoff zur Hand, das bzw. der mit Baumwollfäden gefüllt wird. Knüllen Sie die Fäden zu einen dicken Bausch zusammen, der gut in Ihre Hand passt. Schlagen Sie anschließend das Tuch um den Bausch und ziehen Sie es so fest, dass die untere Fläche ganz glatt ist und keine Falten mehr entstehen. Wenn dieser Zustand erreicht ist, nehmen Sie einen dicken Faden und schnüren den Ballen zusammen.
Mit diesem Werkzeug kann es dann losgehen. Tränken Sie den Ballen in Ihrer Politur, damit die Fäden die Flüssigkeit gut aufnehmen. Drücken Sie den Ballen an einem Hilfsgegenstand aus und beginnen Sie nun mit dem Polieren. Zunächst brauchen Sie wenig Druck und reiben zügig auf und ab. Die zweite Schicht geschieht etwas anders: Beginnen Sie an der Seite und bewegen Sie sich in kreisenden Bewegungen. Es empfiehlt sich stets an der Seite und nicht in der Mitte anzufangen, da sonst Flecken entstehen können. Wieder lassen Sie die Schicht gut trocken und polieren die Fläche abschließend mit einen (neuen) Ballen, der in Spiritus getränkt ist (seien Sie ruhig sparsam).

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