Anleitung für eine Einbauküche
- on 10.02.09
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Während Geräte wie Kühlschrank, Gefrierschrank oder Möbel wie auch Küchentische schnell hingestellt und aufgebaut sind, wird es bei der Küche selbst schon schwieriger. Für Spüle und Herd gehören Schablonen für die Ausschnitte meist zum Lieferumfang. Gerade Schnitte bekommt man am besten mit einem Schienensystem hin, z.B. von Festo, Metabo oder Mafell. Bei Spanplatten, vor allem bei welchen mit Schichtstoff, sollte man dazu mit einem neuen oder frisch geschärften Sägeblatt arbeiten. Wie in einer Schreinerei werden die Platten abgeklebt und dann mit z. B. der Festo-Tauchsäge mit Hilfe einer Schiene geschnitten. Die Ausschnitte für Herd und Spüle werden jeweils in den 4 Ecken mit einem Eisenbohrer mit einem Durchschnitt von 10 mm durchgebohrt und darauf mit einer Stichsäge von oben, also der Sichtseite, geschnitten. Vom gemessenen Außenmaß sollte Überschlag abgezogen werden, da sonst der Ausschnitt zu groß wird und eventuell die Teile durchfallen können. Wichtig ist zudem, dass die Schnittkanten mit Lack, Silikon oder wasserfesten Leim zugeschmiert werden, da sonst die Platte eines Tages aufzuquillen droht. Zur Not hilft hier auch ein nicht mehr benötigter Nagellack. Alternativ kann man auch die Spüle bzw. die Kochzone umgekehrt auf die Platte legen. Dann sieht man auch schnell, dass beide Teile womöglich einen etwas kleineren Ausschnitt benötigen. Am besten zeichnet man den Ausschnitt entsprechend am besten mit einem leicht weichem Bleistift auf, so dass man die Linie gut sieht. Nun bohrt man ein Loch ausreichender Größe mit etwas Entfernung von der jeweiligen Ecke aus, so dass man das Stichsägeblatt gut in dem Loch ansetzen kann. Jetzt hat man zudem die Gelegenheit, ein wenig zu üben, indem man in Richtung der Mitte und dann in der Mitte selbst zunächst erst einmal eine Öffnung sägt, von der aus man seine Schnitte besser positionieren kann. Wichtig ist, dass man nicht seitwärts Druck auf die Säge ausübt. Dieses ist jedoch nicht immer einfach, da man ja nicht immer genau hinter Säge stehen kann. Da das Sägeblatt an sich elastisch ist, bekommt du nun eine Öffnung, die nach unten hin größer (dieses ist aufgrund der hohen Festigkeit der Platte unproblematisch) oder kleiner (dieses kann man nacharbeiten, wenn Spüle oder Herdplatte klemmen) wird. Aus diesem Grund empfehlen wir dringend, von oben zu sägen. So hat man immer die Gewissheit, dass der Sägeschnitt an der Linie entlangführt und die Kante am Schluss durch den Rand von Herd oder Spüle abgedeckt wird und nichts durchzufallen droht. Sägt man von unten und drückt dabei seitwärts gegen die Säge, wird der Ausschnitt an der Oberseite vielleicht zu groß. Gut ist zudem, wenn man ein neues Reservesägeblatt besitzt, da Küchenarbeitsplatten eine hohe Festigkeit aufweisen. Mit einem abgestumpften Sägeblatt wird der Vorschub immer geringer und man schiebt daher immer stärker. Dieses erhöht meist auch den seitlichen Druck und bringt schiefen Schnitte mit sich. Für die restliche Objekteinrichtung sollte man mindestens 2 Akkuschrauber, geladene Reserveakkus und ein paar zusätzliche Schraubendreher vorweisen können. Oft reicht der vorhandene Platz nicht für einen Akkuschrauber. Benötigt wird zudem eine ausreichend lange Wasserwaage sowie weiteres Werkzeug.
Gut zu Wissen. Kommt hier noch ein weiterer Beitrag? Würde gern mehr darüber hören. Könntest du mir per Mail eine Antwort geben?