Ich packe meinen Werkzeugkoffer
- on 08.24.10
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Es ist der typische Anfängerfehler und doch wird er immer und immer wieder gemacht. Der Umzug steht bevor, es soll kräftig geschraubt, gebohrt, gehämmert und improvisiert werden, doch wie voll oder leer der Werkzeugkoffer ist, darum kümmert sich niemand. Hier kommt nun die Checkliste für den Werkzeugkoffer, damit beim nächsten Umzug mehr geschafft als geflucht wird!
Schrauben und Nägel: Ohne sie geht gar nichts. Schrauben und Nägel in verschiedenen Größen sind absolute Pflicht. Viele Hobby-Heimwerker fühlen sich gut ausgestattet, weil es ordentlich klappert und klimpert, wenn man den Werkzeugkoffer ein bisschen schüttelt, doch die Erfahrung lehrt: In jedem Werkzeugkoffer sind zahlreiche extrem große Schrauben und zahlreiche extrem kleine. Die mittleren, die man immer und überall braucht, sind häufig Mangelware. Ähnlich sieht es bei den Nägeln aus. Sehen Sie also zu, dass Sie genügend Schrauben und Nägel in Standardgrößen bereit halten.
Dübel: Es wäre interessant, einmal zu prüfen, wie viele Gewürzregale oder Leselämpchen schon mit 8er oder 10er Dübeln befestigt wurden, weil die kleinen Dübel plötzlich alle verschwunden waren. Wir Deutschen haben es gerne sicher, aber übertreiben muss man es ja auch nicht. Richtig große Dübel sind für richtig schwere Sachen (z.B. Waschbecken). So schwer hat ein kleines Regal nicht zu tragen und auch ein gerahmtes Bild wiegt nicht mehrere Zentner. Also: Reichlich kleine Dübel besorgen!
Schraubenzieher: Ein Schraubenzieher ist schon mal gut. Aber gemeiner Weise sind nun mal nicht alle Schrauben gleich. Also vergessen Sie ihr Bits-Set nicht!
Der Hammer: Auch der Hammer muss einfach sein! Wieder empfiehlt es sich eine Nummer kleiner zu wählen als der erste Impuls es verlangt. Große, schwere Hammer sehen zwar sehr handwerklich aus, lassen sich aber auch schwerer kontrollieren und für ein paar Nägel in der Rückwand des Schrankes oder für die Bildergalerie im Wohnzimmer reicht auch der ganz normale kleine Hammer.
Die Wasserwaage: Augenmaß ist gut, Wasserwaagen-Kontrolle ist besser. Immer wieder trauen sich Heimwerker zu, alles ohne Wasserwaage zu schaffen. Und immer wieder scheitern sie. Investieren Sie in eine Wasserwaage, die gibt es auch für ganz kleines Geld und sie erspart Ihnen eine Menge Ärger.
Der Zollstock: Den braucht man einfach, keine Frage.
Die Zange: Theoretisch braucht man eine Zange gar nicht so oft. Praktisch braucht man sie aber in einer Tour. Nämlich immer dann, wenn man sich mal vertan hat. Also packen Sie auch eine Zange in den Koffer! Am besten gleich mehrere: Rohrzange, Kneifzange, Kombinationszange.
Der Bohrer: Des Heimwerkers liebstes Spielzeug darf natürlich am allerwenigsten fehlen. Doch wenngleich wir alle unsere Bohrmaschine lieben, kommt es immer wieder zu peinlichen Zwischenfällen. Eine Bohrmaschine allein macht zum Beispiel nur Krach. Denken Sie an die richtigen Bohrer. Wie bereits angemerkt, sind vier 8er-Bohrer zwar ganz schön, packen Sie aber auch einen 5er und einen 6er mit dazu. Gerne geht auch mal der Spannschlüssel verloren, wodurch die Bohrmaschine dann völlig nutzlos wird. Halten Sie also alle Komponenten der Bohrmaschine beisammen.
Wenn Sie dann schon mal dabei sind, können Sie sich für Ihren Koffer natürlich auch noch ein paar Spirenzchen, wie Draht, Lüsterklemmen, Haken und Schmirgelpapier kaufen. Einen zu vollen Werkzeugkoffer gibt es nicht, aber die oben genannten Werkzeuge sind absolute Vorraussetzung, um seinen Koffer überhaupt irgendwo vorzeigen zu können, ohne (zu Recht) ausgelacht zu werden
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