Lackieren beschädigter Holzoberflächen

Es muss nicht immer etwas neues sein. Nur weil eine Macke oder ein kleiner Schade im Holz ist, braucht man nicht sofort ein neues Möbelstück. Häufig werden allerdings Erneuerungen von schadhaften Anstrichen zu lange hinaus geschoben oder nicht ordentlich repariert sondern nur mit Spachtel oder einem neuen Anstrich verdeckt. Eine Reparatur im Anstrich hält nur auf lange Sicht und sieht ordentlich aus, wenn sie handwerklich korrekt durchgeführt wird. Probleme wir Bläschenbildung oder das Abblättern des Lacks lassen sich dann vermeiden.

Ein einwandfreier Anstrich hängt von zahlreichen Arbeitsschritten ab, die nacheinander ohne einen auszulassen, durchgeführt werden müssen:

1. Die Vorbereitung
2. Der Grundanstrich
3. Der Voranstrich und der Zwischenschliff
4. Die Lackierung.


1. Die Vorbereitung

Zuerst einmal müssen ganz am Anfang des Vorgangs die losen alten Reste des Anstrichs entfernt werde. Dies funktioniert am Besten mit einem grobkörnigen Schleifpapier oder auch mit einem Spachtel. Aber Vorsichtig! Danach müssen die Flächen mit einem so genannten Universal-Verdünner von Schleifstaub, Lackpartikeln und anderem Schmutz befreit werden. Abgeschlossen wird dieser Schritt durch das erneute Bearbeiten und Entstauben des Holzes durch ein so genanntes 120er Schleifpapier.

2. Der Grundanstrich
Die Oberfläche des zu bearbeitenden Möbelstücks wird dann mit einer Farbe leicht grundiert. Achtung, hierbei handelt es sich erst um einen Vorstrich, weshalb gut verdünnte Farbe verwendet werden sollte. Die Vorstreichfarbe muss dann gut trocknen. Jetzt noch vorhandene Risse sowie Unebenheiten können mit einer Masse aus Lack und Spachtel ausgeglichen werden. Wenn alles getrocknet ist muss die zu behandelnde Fläche erneut mit Schleifpapier bearbeitet werden. Diesmal wird ein 180er Papier verwendet. Damit wird die Fläche gründlich abgeschliffen und entstaubt.

3. Der Voranstrich und der Zwischenschliff
Bevor nun die Lackierung aufgetragen wird, bekommt das Holzstück einen Voranstrich. Nach dem Abtrocknen sind letzte kleine Unebenheiten noch mit einem 360er Schleifpapier zu beseitigen. Je höher die Nummer der Bezeichnung des Schleifpapiers desto feiner ist es. Die Oberflächen werden leicht aufgeraut und entstaubt. So hält später der Lack besser. Es ist allerdings sehr wichtig, den Schleifstaub gründlich und komplett zu entfernen. Dies ist durch abwischen und ausbürsten möglich.

4. Die Lackierung
Der letzte Schritt zur perfekten und ordentlichen Ausbesserung von Lackerneuerungen ist die Lackierung. Ganz abhängig vom Verwendungszweck und vom Untergrund kann das Möbelstück ein- oder auch zweimal mit Acryllack, High Solid Lack oder Kunstharzlack gestrichen werden. Jeder Zwischenanstrich muss immer gut durchtrocknen und wird nach dem Trocknen feinst angeschliffen, bevor der nächste Anstrich erfolgen kann. Dies garantiert dass kein Abblättern stattfindet. Der Lack darf nicht zu dick aufgetragen werden, denn sonst härtet er schlecht oder gar nicht aus. Es gilt die Devise: Besser viele dünne Schichten als eine dicke.

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