Laminat verlegen im Wohnraum

Besonders in Wohnräumen ist Laminat eine beliebte und schöne Alternative zu Teppichböden. Baumärkte oder der Holzfachhandel bieten den Bodenbelag heute in verschiedensten Varianten an. Die Preise reichen dabei von unter 5 Euro pro Quadratmeter bis weit über 10 Euro/m². Die feste Oberfläche und die leichte Verlegung auf fast jedem Untergrund machen es zum perfekten Material zum Selbstverlegen.
Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, sollten Sie zu Hause den Raum gründlich vermessen und so den Materialbedarf an Laminat und Trittschalldämmung berechnen. Zur Grundfläche des Raumes sollten noch etwas 10% für den Verschnitt hinzu addiert werden.
Nach dem Kauf des Laminatbodens sollten die noch verschlossenen Pakete rund 48 Stunden in dem Raum gelagert werden, in dem sie auch verlegt werden sollen. Im Folgenden wird die Verlegung von so genanntem „Klick-Laminat“ beschrieben. Die früher übliche Verwendung von Leim als Bindemittel ist zugunsten des Nut/Feder-Klicksystems nahezu komplett vom Markt verschwunden.
Los geht es mit dem Verlegen der Trittschalldämmung. Die Folie wird im Raum flächig ausgelegt. Einige Laminatbodenhersteller bieten mittlerweile auch Paneele mit integrierter Trittschalldämmung an. Mit dem eigentlichen Laminatverlegen beginnt man am Besten in einer linken Ecke des Raumes. Die erste Reihe sollte mit der Nutseite zur Wand verlegt werden. Mit Abstandhaltern sollten Sie für eine 8 – 10 mm breite Dehnfuge zu den Wänden sorgen. Die nächsten Bretter werden schräg von oben an das erste Paneel angesetzt und dann nach unten heran gedrückt. Das letzte Paneel der Reihe wird auf die erforderliche Länge gebracht und anschließend eingepasst. Mit dem Reststück beginnen Sie nächste Reihe, so entsteht der typische Versatz im Muster. Das Reststück sollte idealerweise nicht zu kurz sein, andernfalls ist die erforderliche Festigkeit nicht gegeben und auch optisch bildet sich kein schöner Versatz zwischen den Reihen. Durch leichtes Klopfen mit Hammer und Schlagklotz können Sie die Paneele zusammenfügen, sollten dies durch bloßes Schieben nicht möglich sein. Nach dem Verlegen von etwa drei Reihen können Sie die gesamte Fläche nochmals mit Spanngurten zusammen ziehen, sofern noch Fugen zwischen den Paneelen zu sehen sind. Bei den weiteren Reihen gehen Sie genauso vor. Um die letzte Paneelreihe auf die erforderliche Breite zu bringen, legen Sie das zu verlegende Paneel exakt auf die vorletzte Reihe. Ein weiteres Paneel legen Sie mit der Feder zur Wand und benutzen es als Lineal. Anhand der Markierung können Sie die letzte Reihe nun zuschneiden. Fertig ist Ihr Laminatfußboden, er ist sofort begehbar.

Anleitung für eine Einbauküche

Für Spüle und Herd gehören Schablonen für die Ausschnitte meist zum Lieferumfang. Gerade Schnitte bekommt man am besten mit einem Schienensystem hin, z.B. von Festo, Metabo oder Mafell. Bei Spanplatten, vor allem bei welchen mit Schichtstoff, sollte man dazu mit einem neuen oder frisch geschärften Sägeblatt arbeiten. Wie in einer Schreinerei werden die Platten abgeklebt und dann mit z. B. der Festo-Tauchsäge mit Hilfe einer Schiene geschnitten. Die Ausschnitte für Herd und Spüle werden jeweils in den 4 Ecken mit einem Eisenbohrer mit einem Durchschnitt von 10 mm durchgebohrt und darauf mit einer Stichsäge von oben, also der Sichtseite, geschnitten. Vom gemessenen Außenmaß sollte Überschlag abgezogen werden, da sonst der Ausschnitt zu groß wird und eventuell die Teile durchfallen können. Wichtig ist zudem, dass die Schnittkanten mit Lack, Silikon oder wasserfesten Leim zugeschmiert werden, da sonst die Platte eines Tages aufzuquillen droht. Zur Not hilft hier auch ein nicht mehr benötigter Nagellack. Alternativ kann man auch die Spüle bzw. die Kochzone umgekehrt auf die Platte legen. Dann sieht man auch schnell, dass beide Teile womöglich einen etwas kleineren Ausschnitt benötigen. Am besten zeichnet man den Ausschnitt entsprechend am besten mit einem leicht weichem Bleistift auf, so dass man die Linie gut sieht. Nun bohrt man ein Loch ausreichender Größe mit etwas Entfernung von der jeweiligen Ecke aus, so dass man das Stichsägeblatt gut in dem Loch ansetzen kann. Jetzt hat man zudem die Gelegenheit, ein wenig zu üben, indem man in Richtung der Mitte und dann in der Mitte selbst zunächst erst einmal eine Öffnung sägt, von der aus man seine Schnitte besser positionieren kann. Wichtig ist, dass man nicht seitwärts Druck auf die Säge ausübt. Dieses ist jedoch nicht immer einfach, da man ja nicht immer genau hinter Säge stehen kann. Da das Sägeblatt an sich elastisch ist, bekommt du nun eine Öffnung, die nach unten hin größer (dieses ist aufgrund der hohen Festigkeit der Platte unproblematisch) oder kleiner (dieses kann man nacharbeiten, wenn Spüle oder Herdplatte klemmen) wird. Aus diesem Grund empfehlen wir dringend, von oben zu sägen. So hat man immer die Gewissheit, dass der Sägeschnitt an der Linie entlangführt und die Kante am Schluss durch den Rand von Herd oder Spüle abgedeckt wird und nichts durchzufallen droht. Sägt man von unten und drückt dabei seitwärts gegen die Säge, wird der Ausschnitt an der Oberseite vielleicht zu groß. Gut ist zudem, wenn man ein neues Reservesägeblatt besitzt, da Küchenarbeitsplatten eine hohe Festigkeit aufweisen. Mit einem abgestumpften Sägeblatt wird der Vorschub immer geringer und man schiebt daher immer stärker. Dieses erhöht meist auch den seitlichen Druck und bringt schiefen Schnitte mit sich. Für die restliche Objekteinrichtung sollte man mindestens 2 Akkuschrauber, geladene Reserveakkus und ein paar zusätzliche Schraubendreher vorweisen können. Oft reicht der vorhandene Platz nicht für einen Akkuschrauber. Benötigt wird zudem eine ausreichend lange Wasserwaage sowie weiteres Werkzeug.

Die Heimwerker-Seite

Nicht zuletzt die unzähligen TV-Formate zum Thema Renovieren oder einrichten von Neubau Wohnungen  zeigen dies. Immer mehr Menschen haben Spaß daran, sich ihren eigenen Wohnraum selbst und nach speziellen Wünschen zu gestalten. Dafür ist natürlich ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick notwendig, viel wichtiger ist aber die Motivation dahinter. Denn wer ein klares Ziel vor Augen hat wird Mittel und Wege finden, dieses in die Tat umzusetzen. Auf dieser Seite finden Sie zu speziellen Themen als Heimwerker Hilfen und Hinweise für Ihre Projekte.

Das Fliesen legen ist eine Tätigkeit, vor der viele Heimwerker noch zurückschrecken. Zu kompliziert wirkt das Ganze und häufig wird gedacht, dass ein Fehler dabei schwer zu reparierende Folgen hat. Aber so schwierig ist das gar nicht! Wichtig sind eine genaue Planung und das richtige Werkzeug. Achten Sie vor allem auf die korrekte Preisauszeichnung! Bei der Auswahl des Materials ist vorrangig zu klären, ob die Fliesen im Haus oder Draußen verlegt werden sollen. Als Werkzeuge sollte Sie, falls nicht vorher die Fließen nach einem Verlegungsplan in die richtie Größe geschnitten wurden, eine Fliesenschneidemaschine bzw. Fliesenbrechzange oder weitere Werkzeuge zur Bearbeitung der Fliesen. Wenn Sie dieses selber tun wollen, lassen Sie sich am besten in einem Baumarkt fachkundig für Ihren individuellen Fall beraten.Sehr wichtig sind passende Kellen für Putz, Mörtel und Kleber. Zu Beginn müssen Sie den passenden Mörtel anrühren oder – mitlerweile sehr unkompliziert – Sie verwenden fertigen, passenden Dispersionskleber. Mit einer Maurerkelle müssen Sie den Mörtel/Kleber auf eine Glättekelle geben und möglichst gleichmäßig auf der Fläche verteilen. Wenn Sie anschließend die Fliesen verlegen bereiten Sie dieses gut vor, weil Korrekturen sehr schwierig sind. Bereiten Sie sich gut vor, indem Sie einen Verlegeplan erstellen und sich anschließend exakt daran halten. Bei diszipliniertem Vorgehen haben Sie bald Ihre eigenen Fliesen exakt verlegt.